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HashTag #WritersLife

Ominös, geheimnisvoll, arrogant, zuweilen zwielichtig und gar phobisch - so sind sie, diese Schriftsteller, diese Autoren.

 

Um  William Faulkner zu zitieren

"Die chemische Analyse der sogenannten dichterischen Inspiration ergibt 99% Whisky. und 1% Schweiß."

 

Unter uns gesagt, ich mag gar keinen Whisky. Aber das ist eine andere Geschichte.

Ich möchte mich wieder kurz fassen, was meinen Autoren-Alltag betrifft, somit beschränke ich mich auf einen Tag, auf gestern zum Beispiel.

Gestern war Elternsprechtag. Ich war eingeladen. Persönlich. Schriftlich. Ich war nervös, habe nichts geschlafen. Fühlte mich, als hätte ich ein Schafott zu besteigen. Hatte fest vor, mein Kind wie eine Löwin gegen das Schulsystem zu verteidigen. Habe geschwitzt – mehr als 1%. Sohin betrat ich das Schulgebäude, tat meiner Zunft verpflichtend ominös und geheimnisvoll. Das Zwielicht ließ ich aus. Meine Sonnenbrille lag im Auto; ließ jedoch etwas Arroganz raushängen – subtil versteht sich. Meine Phobien musste ich hintanstellen. Und hey, diese Lehrer sind ganz normale Menschen. Nein, ich schreibe hier keinen Diskurs über normal – nicht normal. Ganz normale Menschen waren das. Sie zeigten sich freundlich, bemüht – nicht belehrend. Aufmerksam. Interessiert.  Ich sollte erwähnen, dass ich Lehrern zuvor  nur mit großer Skepsis begegnet bin bzw. ich immer darauf erpicht war, bloß keinem aus dieser Zunft zu begegnen. Sie verstehen – gebrandmarktes Kind und so. Ich traute ihnen nicht und schon gar nichts zu –  bzw. traute ich ihnen bisweilen allerhand zu.

 

Doch nein, es waren allesamt tolle Menschen. Und das aus meinem Munde.

Danke, meine Tochter hat fantastische Lehrer.

 

Hinweis: Thema dieses Artikels ist nicht das Schulsystem.

 

 

 

 

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