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Mensch Mutter, setz dich auch mal hin!

Wirklich allen Müttern?

Oder den Müttern, die ihre Kindern nur ökologisch-bio-vegan-mit-ohne-Vollwertgluten ernähren, Häppchen mundegerecht geschnitten bzw. je nach Anweisung zum Beispiel in Sternchenform, nach Bedarf des Nachwuchses natürlich, eingepackt im Plastikgschirl – die Jause, nicht das Kind. Versteht sich.

Jenen, die sozusagen bedürfnis-unorientiert erziehen? Streng-liebevoll? Oder doch die konsequente Sonst-lernen-sie-nichts-fürs-Leben-Erziehung? Oder auch die Sprich-mich-nicht-an-Erziehung?

Müttern, die es nicht fröhlich und perfekt gestylt mit dem Luxusschlitten bis vor das Schultor schaffen? In das Schultor wäre ja schließlich auch eine Option.  Müttern, die nicht den gewünschten Perfektionsgrad erreichen.

Müttern, die auch mal grantig sind. Verzweifelt sind, nicht wissen, was der morgige Tag bringt. Müttern, die auch mal mit fettig-strähnigem Haar in der Früh zum Bäcker gehen. Oder auch nur die Semmeln vom Vortag aufbacken.  Müttern, die irritiert beobachtet werden, wenn sie nicht mit einem Gemüse/Obst-Snack am Spielplatz auftauchen und nicht 100 Mal „Subba gemacht“ schreien, wenn der Wonneproppen die Rutsche eine halbe Stunde blockiert.  

Müttern, die mit Problemen und Schwierigkeiten zu kämpfen haben, und trotz aller Widrigkeiten zum Trotz ihrem Kind Liebe schenken. … und manchmal auch ein Spielzeug, wenn es sich ausgeht.  Oder auch jenen, die keine Liebe geben können und ihre Kinder mit materiellen Dingen überhäufen? Mütter, die in der Lage sind, all das zu erreichen? Einen Teil?

Müttern, die selbst nicht wissen, wie es richtig geht. Auch nicht, ob sie was falsch machen.

Ach Mütter, was tut ihr?

Ach Mütter, bitte beweist uns nichts und vor allem nichts Euren Kindern.

Vielleicht liebt ihr Eure Kinder nur aus dem einen Grund: Weil es ein Trick der Natur ist. Mütter kämpfen ja wie Löwinnen und ihre Babys. Auch so ein Naturding. Okay, dass die Natur sehr hart sein kann und nichts mit Romantik zu tun hat … lassen wir mal beiseite.  Doch schlussendlich sind wir doch gern in der Natur.  Punktum.

Also, was nun ….

Was tun? Wir können nicht mehr als Machen und Tun.  Wir wissen nicht, ob es das Beste für unser Kind ist, was wir tun. Doch wir wissen, dass wir imstande sind, für unsere Kinder, Grenzen zu überschreiten, ihnen Grenzen aufzuzeigen und auch den Geheimweg, der sie weit darüber hinaus führt. Und wir können Ihnen eine Aussichtsplattform geben, damit sie die Lage erkunden.

Mutter zu sein, ist ein harter Job.  Muttertag auch.  Vor allem in Hinblick darauf, dass es andere besser wissen und zwar immer. Und sie genau wissen würden, ….

Mutter zu sein, ist ein wirklich harter Job.  Machen wir uns nichts vor. Und Muttertag sollte jeden Tag sein, nicht nur an diesem einen doofen Tag. Wir brauchen den Muttertag nicht, weil schließlich sind wir ja gerne Mutter und tun das gern, mit Freuden und nur Glücksmomenten. Das Muttersein  ist nicht bloß ein Job, nein überhaupt nicht mal ein Job. Mehr. Eine Berufung. Eine Erfüllung. Das Ultimative. Und doch … auch eine Mutter ist ein Mensch. Viele mit übernatürlichen Kräften, aber nichtsdestotrotz bloß ein Menschlein. Also machen wir den Tag einfach zu einem Menschleinstag.

Mutter Mensch, lass es dir gut gehen.

 

Mensch Mutter, setz‘ dich auch mal hin! Wir sind für dich da. Nicht nur heute, jeden Tag. Wie du für uns.

Mutter, der Mann mit den Blumen ist da.

 

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