Die Zeit danach, mehr als ein Tagebuch

 

Niemand hatte es kommen sehen. Niemand hatte die Menschen vorbereitet. Nicht darauf.  Lange hatten die Ältesten beschwichtigt, dass das normale Leben bald wieder seinen Lauf nehmen würde, gleichwohl nicht alle Menschen dies als beruhigend empfanden. Dieses Normal, es war nicht ihr normal. Worauf also hätten sie vorbereitete werden können? Was war dieses Normal, dessen Verlust diese Menschen so in Angst und Schrecken versetzte.

 

Ich habe irgendwann vergessen, die Tage zu zählen. Damals – so erzählte man sich – war die Zeit noch getrennt. Es gab die Zeit des Sommers und die Zeit des Winters. Ich selbst kann darüber nicht mehr berichten. Ich wurde in die eine Zeit geboren. In die Zeit danach.  Die Zeit, in der der die Toten keine Ruhe mehr fanden, da ihnen ihre Unendlichkeit gestohlen wurde …

 

Mehr als ein Tagebuch. Der Kuss einer Muse.

Ende

 

To be continued?

 

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