Ein Wochenende ohne Sonntag

Corona, ein Tagebuch, Tag 6

Es ist Samstag.

Es ist ein seltsamer Samstag.

Eigen, nicht so ein richtiger Samstag.

Dieses Morgen-Ist-Schon-Sonntag-Gefühl wollte sich nicht einstellen.

Irgendwie ist jeden Tag Sonntag. Nur so ein Sonntag.

Ein Sonntag mit ohne Corona. Mit Ausgangsbeschränkung und mit Lernen. Mit dem Zusammenkleben.

Dem Zusammenleben. Dem Leben generell. Ich lasse vielerlei Revue passieren.

Tage, die mir durch die Finger gleiten. Nie enden wollende Tage. Stunden, die mich nachdenklich stimmen. Minuten, die eine Ewigkeit nachwirken.  … und manchmal reicht nur ein Regentropfen, ein klitzekleiner einer, der mich panisch werden lässt und Angst vor dem Ertrinken schürt. Doch ich denke mir nein, bevor das passiert, gehe ich lieber selbst unter.

Nein, nein alles gut. Heute war bloß ein sehr komischer Tag. Nicht dieses witzige Komisch. Dieses andere Komisch. Das nicht komische Komisch. Sie kenne das?

 

Übrigens, die ganze Klasse bekam eine Mail, in der die Kinder gelobt wurden für ihre Aufgaben. Fand ich sehr schön. Meine Tochter hat sich sehr gefreut und fand gleich Zeit und Muße, Vokabeln zu lernen. Denke, ich sollte das erwähnen. 

 

Manchmal sollte ich auch weniger denken. Vielleicht.

Vielleicht sollte ich mir mehr Zeit gönnen, um zu schreiben und nicht wie verrückt  die Fliesenfugen zu putzen.

Heute war so ein Fliesenfugen-Putztag.

Ein Ich-Putz-Das Waschbecken-Mit-Der Zahnbürste-Tag. Es war ein Brauchst-Du-Das-Noch-Tag, weil ich „Hau das sonst weg!“ Die guten  ins Töpfchen,  schlechten ins Tröpfchen.

 

Tagebuch Ende.

 

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