Home-Office, ein Tagebuch, Corona Tag 4

Alles für die Katz

 

Heute?

 

Wie war der Tag heute?

 

Ein toller Tag.  Ein Tag zum Durchdrehen.

 

Ein Tag zum In-Die-Luft-Gehen.

 

 

Ok, das mit der Luft und dem Gehen sei dahingestellt.  An die Luft – ist verboten – in die Luft – wäre gefährlich. Für jede Art von Menschenansammlungen.

 

 

Wenn A nicht weiß, was B macht.

 

Wenn B nicht weiß, dass es da noch etwas gab … ein A vielleicht? Und was, da gibt es noch ein C? D? Jetzt hör aber auf!

Der heutige Donnerstag hat es mir bestätigt, dass alles für die Katz ist. Hey ja, wir haben immerhin den Kratzbaum repariert und die Chill-Lounge auf der Terrasse aktiviert. Alles für die Katz wortwörtlich. So will es das Gesetz.

Nur dass man sich der Chill-Out-Area mit einem Haarroller-Gürtel bewaffnet nähern muss, wenn … ja wenn, man überhaupt einen Platz findet und diesen auch einnehmen darf.

 

Doch die Katzen haben schon recht. Sie wissen, wie der Hase läuft. Links. Rechts. ZickZack. Nie vorhersehbar. Nie, wie man will. Wie man plant. Es sich erhofft.  Es sich ersehnt. Da Leben macht, was das Leben macht. Es lebt.  Und wir sollten das auch. Wir sollten das Hier und Jetzt genießen. Den Augenblick. Wenn nicht jetzt, wann dann? Später? Wann ist später? Wann fängt dieses ominöse Später an? Nach dem Hier und dem Jetzt, was kommt dann? Das Danach? Wann ist es denn soweit? Wann weiß ich, wann es später ist.

 

 

Zugegeben, ich bin etwas stinkig. Und das hat nichts mit mangelnder Körperhygiene zu tun. Es ist die Zeit generell. Das Überhaupt. Das doofe Virus. Die Schule und den Verpflichtungen nachzukommen - als Mutter, als Elternteil, als Lehrkörper.  Ich habe Angst zu versagen und dieses Versagen schlussendlich auf mein Kind Schatten wirft.

 

 

 

Und sonst? Ich habe gekocht. Gulasch mit Spätzle – selbstgemacht.

 

Tagebuch Ende.

 

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