Die Equipe - der letzte Sitzkreis


»Das alles bildest du dir ein. Niemand hier ist das, was er vorgibt zu sein. Sie jedoch allesamt als Monster anzusehen, wäre doch schon etwas übertrieben.«

 

Svea Kerling präsentiert einen durch und durch tragischen Roman, der Menschen in einer Therapiegruppe zusammenführt. Der schräge Sitzungsleiter versucht bei seinen Schützlingen eine Katharsis, ein Erkennen, durchzuführen. Die Selbsthilfegruppe wird zu einem Theaterstück, welches sich auch dadurch auszeichnet, dem Leser die Freiheit zu geben, sich mit den einzelnen Darstellern und ihren Geschichten zu identifizieren und so zur eigenen Rezeption zu finden.

In ihrem Roman richtet sich die Autorin nicht nach der Identität der Darsteller, sondern bringt eine Darstellung in den Raum, die sich nach dem Handeln der einzelnen Figuren richtet. »Die Equipe« kennt kein Happy-End, es kennt keine Alternative am Ende, und doch gelingt es dem Leser, sich in den jeweiligen Personen einmal mehr und einmal weniger wiederzufinden. Das Mögliche und das Notwendige stehen immer im Mittelpunkt des Geschehens, kurze straffe Handlungseinheiten und sein anscheinend geringer Umfang ohne Nebengeräusche machen aus dem Werk von Svea Kerling ein kleines Meisterwerk der Tragödie.

 





Chorus Mortis: Tanz in der Finsternis


Svea Kerling - eine Meisterin der Schwarzen Romantik. J. Mertens - Erschaffer kompromissloser Horrorszenarien. Vereint werden sie zu Bonnie & Clyde, zum Duo Infernal der Schauerliteratur.

 

Der Tod hat nicht nur viele Gesichter. Auch Geschichten. Geschichten, die zuweilen die Grenze zur Schizophrenie und Bipolarität überschreiten. Begleiten Sie die Erzähler auf eine Reise zurück in die Kindheit, in der ein nebulöser Verwandter eine große Rolle spielte. Werden Sie Zeuge des geistigen Verfalls eines gehörnten Ehemannes sowie den Machenschaften eines Chirurgen mit nicht ganz konventionellen Methoden. Lernen Sie die ominöse Frau Schmitt kennen, die gern zu einem ungewöhnlichen Nachmittagskaffee einlädt. Und versenken Sie sich in Gedichte voller Melancholie und seelischer Verlorenheit. Die klassische Gruselgeschichte paart sich mit dem Makaberen, wobei auch der berüchtigte Galgenhumor nicht zu kurz kommt. 

 

Die erste gemeinsame Anthologie der beiden tiefschwarzen Autoren ist eine Geisterbahnfahrt durch die Welt ihres finsteren Universums. Mit Kurzgeschichten, Essays und lyrischen Zeilen entführen sie den Leser in ein Reich fahler Schatten, in dem die reine Vernunft keine Bedeutung mehr trägt. Zahlreiche Illustrationen runden die düstere Stimmung ab.

 

Dieses Werk ist ein Tanz mit dem Tod, dem Wahnsinn und der Dunkelheit. Lesen Sie es bei Kerzenschein.